Wie sieht eigentlich ein umweltfreundliches Fahrzeug der Zukunft aus? Diese Frage wurde meinem Sohn bereits in der Grundschule gestellt. Seine Antwort darauf war ziemlich eindeutig: ein fliegendes Auto! Aber natürlich nicht irgendeines, sondern eines, das gleich mehrere Antriebsarten miteinander kombiniert.

Auf seiner Zeichnung ist ein rotes Fahrzeug zu sehen, das über einer grünen Landschaft schwebt. Auf dem Dach befinden sich Solarpaneele, darüber ein großer Propeller und am Heck ein Raketenantrieb. Offenbar wollte mein Sohn sich nicht auf eine einzige Möglichkeit verlassen, um sein Gefährt in Bewegung zu setzen. Sicher ist sicher. Und falls die Sonne mal nicht scheint, gibt es schließlich noch den Raketenantrieb.

Vom Buntstift zum fliegenden Auto

Die Zeichnung ist inzwischen einige Jahre alt. Als ich sie mir wieder ansah, kam mir die Idee, sie mithilfe künstlicher Intelligenz zum Leben zu erwecken. Wie würde dieses Fahrzeug aussehen, wenn man aus den Buntstiftstrichen ein dreidimensionales Bild macht?

Das Ergebnis seht ihr hier. Aus dem roten Auto wurde ein knuffiges Fluggefährt, das mit seinem großen Propeller, den Solarpaneelen und dem Raketenantrieb über eine sonnige Landschaft fliegt. Sogar die Räder sind noch vorhanden. Schließlich muss man auch irgendwo parken können, wenn man sein Ziel erreicht hat.

Die KI hat die ursprüngliche Idee aufgegriffen und um einige Details ergänzt. So sitzen nun ein kleiner Pilot und ein Hund im Fahrzeug. Die gehören zwar nicht zur ursprünglichen Zeichnung, passen aber ganz gut zu diesem etwas verrückten Flugmobil.

Besonders interessant finde ich, wie viele Elemente aus der Kinderzeichnung wiederzuerkennen sind. Die Grundidee ist erhalten geblieben, obwohl die beiden Bilder auf den ersten Blick völlig unterschiedlich wirken.

Ist die Idee wirklich so abwegig?

Fliegende Autos gehören seit Jahrzehnten zu den klassischen Zukunftsvisionen. In Filmen, Comics und Science-Fiction-Geschichten sind sie längst Alltag. In der Realität sieht es noch etwas anders aus, auch wenn bereits an verschiedenen Flugfahrzeugen gearbeitet wird, die senkrecht starten und landen können.

Auch Solarantriebe sind keine reine Fantasie. Solarzellen können Fahrzeuge mit Energie versorgen, allerdings reicht die begrenzte Fläche auf einem Autodach derzeit kaum aus, um ein fliegendes Fahrzeug vollständig anzutreiben. Und ein Raketenantrieb wäre für ein umweltfreundliches Alltagsfahrzeug vermutlich nicht gerade die praktischste Lösung.

Trotzdem steckt hinter der Zeichnung ein interessanter Gedanke: Warum sollte man sich bei der Entwicklung neuer Fahrzeuge auf die Technik beschränken, die man bereits kennt? Mein Sohn hat verschiedene Möglichkeiten kombiniert, ohne sich groß darum zu kümmern, ob das technisch schon umsetzbar ist.

Genau das macht solche Kinderzeichnungen für mich interessant. Sie zeigen Ideen, bevor jemand anfängt, sie mit Kostenberechnungen, technischen Einschränkungen und Vorschriften auseinanderzunehmen.

Vielleicht fliegen wir irgendwann wirklich damit

Ob wir eines Tages in solarbetriebenen Flugautos unterwegs sein werden, weiß natürlich niemand. Vielleicht entwickeln sich ganz andere Technologien, vielleicht bleiben fliegende Autos auch dauerhaft eine teure Nischenlösung.

Aber wer weiß? Vieles, was früher als Science-Fiction galt, ist heute selbstverständlich. Und selbst wenn aus diesem roten Flugauto niemals ein echtes Fahrzeug wird, gefällt mir die Vorstellung, dass eine Grundschulzeichnung zumindest für einen Moment einen Blick in eine mögliche Zukunft erlaubt.

Dank KI kann ich heute zeigen, wie die Idee meines Sohnes aussehen könnte, wenn sie nicht nur auf Papier existieren würde. Und vielleicht schaut er sich dieses Bild irgendwann an und denkt: Moment mal, das habe ich doch damals schon erfunden!